Grillrezept: Ente und Nektarine aufgespießt

Sommer, Sonne, Urlaub - klar das man da nicht wirklich viel zeit und Lust zum Bloggen hat, aber irgendwann muss man sich dann doch wieder aufraffen, denn der Blog muss ja gefüttert werden. Zar gab es in den letzten vier Wochen kein Rezept für Euch, aber es hat es sich doch etwas getan, denn wie einige von Euch schon mitbekommen haben, gibt es hier jetzt eine extra Seite, auf der alle deutschsprachigen Kochbuchverlage gesammelt werden und zusätzlich werden die aktuellen Verlagsvorschauen eingepflegt (soweit diese vorhanden sind).


Nessebar


Und was haben wir sonst noch so getrieben in den letzten Wochen? Wir waren zum ersten Mal in Bulgarien gewesen und hatten dort eine tolle Zeit, dazu gibt es aber noch einen extra Beitrag, wo ich Euch auch gleich noch ein paar typisch bulgarische Rezepte zeigen werde.



Da die letzten Urlaubstage noch ausgiebig genossen werden mussten, wurde der Grill angeheizt und dieses Mal gab es nicht die herkömmlichen Steaks und Würstchen, sondern etwas Besonderes. Das Rezept dazu habe ich im Kochbuch BARBECUE - Over 80 delicious recipes*  gefunden und ich war sofort begeistert. (Gab's übrigens für nen Appel und Ei beim TK-Maxx....)




Falls Ihr das Rezept ausprobieren möchtet, bitte beachten, dass das Entenfleisch 24 Stunden vorher eingelegt werden muss.

Für ca. 10 Spieße benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Entenbrüste
10 Bambus-Spieße (diese ca. 3 Stunden vor dem Grillen wässern!)
5 Nektarinen (Pfirsiche gehen auch)

Für die Marinade:

4 klein gehackte Knoblauchzehen
60 ml Olivenöl
5 TL Sojasoße
2 TL Senf
2 TL Honig
abgeriebene Schale von einer Zitrone
Pfeffer

Zubereitung:

Am Tag vorher wird die Haut der Entenbrüste rautenförmig eingeschnitten, so kann die Marinade gut einziehen.

Alle Zutaten für die Marinade in einer Schüssel verrühren und die ganzen Brüste damit einpinseln. Sollte von der Marinade noch etwas übrig sein, einfach mit in eine verschließbare Dose geben und im Kühlschrank 24 Stunden ziehen lassen.

Am Grilltag werden die Entenbrüste und die Nektarinen dann in grobe Stücke geschnitten und abwechselnd auf die gewässerten Holzspieße gesteckt.

Und nun geht's ab auf den Grill - auf der heißen Zone ca. 5-8 Minuten scharf angrillen und dann noch ca. 1-2 Minuten an der Seite ruhen lassen.




Wir waren sehr begeistert von diesem Rezept und Ente und Frucht ist ja sowieso ne unschlagbare Kombination. Wenn Ihr also Eure Gäste beeindrucken wollt, solltet Ihr diese Variante einmal ausprobieren. Anstatt der Nektarinen kann man übrigens auch Pfirsiche, Feigen, Weintrauben oder Ananas nehmen.

Da gute Entenbrüste nicht so günstig sind, ist dies ein Rezept für besondere Gelegenheiten, ich könnt das zwar täglich essen, aber da spielt der Geldbeutel ned mit :-)




Was kommt bei Euch am häufigsten auf den Grill?
Habt Ihr ein paar ausgefallenen Ideen?


It's BBQ-Time: Unser Basis-Marinaden-Rezept fürs Grillfleisch

Wird Zeit, dass es hier endlich mal wieder etwas zum Lesen gibt! Da kam mir das aktuelle Blogevent vom Kochtopf gerade recht. Denn Sandra von From Snuggs Kitchen sucht unsere ultimativen Rezepte rund ums Grillen.


Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)


Letztes Jahr haben wir uns ja einen neuen Holzkohlegrill* zugelegt und seitdem wird auf unserem Balkon auch regelmäßig gegrillt. Und von diesem Zeitpunkt an hat sich auch unser Grillverhalten geändert, denn vorher hatte ich nur einen elektrischen Grill und das ist halt irgendwie ned das Wahre. Es muss qualmen und während die Kohle zu glühen beginnt, kann man sich ja schon das ein oder andere Bierchen gönnen. Gehört einfach dazu!

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir früher auch keine großen Gedanken gemacht, wenn es darum ging was jetzt auf den Rost kommt. Thüringer Bratwürste war klar und beim Fleisch habe ich auch regelmäßig Steaks vom Metzger gekauft, die bereits eingelegt waren. Ein großer Fehler, denn selbst mariniert schmeckt es um Welten besser und als ich mir dann noch die ultimative Grillbibel* gekauft habe, probierte ich jedesmal eine neue Marinade aus, bis wir unseren Favoriten gefunden hatten. Hier und da wurde noch ein Gewürz ersetzt oder dazugemischt, aber dass kann ja jeder nach seinem Geschmack verändern.




Für die Marinade, welche ca. für 6 Steaks ausreicht, benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 Zwiebel
5 EL Sojasoße
4 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
5 Knoblauchzehen
2 EL braunen Zucker
1 TL Piment
1 TL Paprikapulver

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch werden klein gewürfelt und in eine Schüssel gegeben. Alle anderen Zutaten dazugeben und alles gut vermengen.




Mit Hilfe eines Silikon-Pinsels* wird die Marinade dann auf die vorbereiteten Steaks gepinselt und in einer verschließbaren Dose darf dann das Fleisch ca. 24 Stunden im Kühlschrank marinieren.




Die Marinade eignet sich übrigens für folgendes Grillgut:

- Rind und Lamm, Schwein, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte oder Gemüse



Das Fleisch wird durch diese Marinade butterzart und einfach total lecker und man sollte sich wirklich die Zeit nehmen und sein Fleisch selbst einlegen. Es lohnt sich wirklich und der Unterschied zu gekauften Steaks ist enorm.


Und jetzt wünsche ich Euch allen noch einen wundervollen Sonntagabend, denn ich muss jetzt schnell weg, denn gleich wird der Grill angezündet und mein Magen knurrt auch schon.


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Aus der Schulküche: Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensosse

Am ersten Mai Wochenende hatten wir ja aufgrund des Feiertages mal wieder einen Grund ins Vogtland zu fahren. In erster Linie wollten wir aufs Höhenfeuer, dass in unserer Heimat bereits am 30. April stattfindet und nicht wie in Bayern am 01. Mai und es gibt im Vogtland auch keinen Maibaum der aufgestellt werden muss, aber das ist ja von Region zu Region verschieden. Und da wir dann am Samstag mittag schon wieder die Biege in Richtung Oberding gemacht haben, wurde natürlich gleich noch im Osten eingekauft, denn auch heute gibt es immer noch einige Produkte, die es nicht in die alten Bundesländer geschafft haben. Da wäre z.B. der scharfe Bautzner Senf, den ich hier noch nirgends gesehen habe - wenn man Glück hat bekommt man den mittelscharfen, aber das war's dann auch schon. Genauso ist es beim Fleischsalat vom Schmidt - der Beste den es gibt! Der schmeckt wie selbstgemacht! 

Und dann gibt es noch die echte, gute Jagdwurst - die großen Stangen, die sucht man in Bayern ebenfalls vergebens. Wir können uns schon glücklich schätzen, dass wir in 2! Geschäften dünne Jagdwurstscheibchen kaufen können, die man für die typischen Ossinudeln braucht. Auch hier wird normalerweise Jagdwurst am Stück (in dicke Würfel geschnitten)  verwendet, aber irgendwie muss man sich ja behelfen.

Was hat das ganze jetzt mit Jägerschnitzel zu tun, werden sich jetzt sicherlich einige fragen, stimmts? Bestellt man sich in einem Restaurant ein Jägerschnitzel von der Karte bekommt man zu 99% ein Schweineschnitzel mit Champignons, oder Waldpilzen, aber die Variante die ich meine, wird aus dicken, panierten Jagdwurstscheiben zubereitet. Ein Gericht, dass mich durch meine Kindheit begleitet hat, denn mindestens einmal pro Woche gab es dieses Essen bei uns in der Schulküche. Und wir haben es geliebt!! Und deshalb wird von uns die große, dicke Jagdwurst immer aus dem Vogtland nach Bayern importiert :-)




Eigentlich wollte ich über dieses Gericht keinen extra Beitrag schreiben, aber nachdem ich ein Foto davon bei Facebook geteilt hatte, war die Begeisterung und die Nachfragen so groß, dass es nun das "Rezept" für ein echtes DDR-Jägerschnitzel gibt:

Zutaten:
(für 2 Personen)

6 dicke Scheiben Jagdwurst
1 Ei
Semmelbrösel
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Ei mit Salz und Pfeffer in einem tiefen Tellern verquirlen und die Jagdwurstscheiben darin von beiden Seiten schwenken. Mit Semmelbröseln panieren und anschließend in Bratmargarine (am besten natürlich mit der guten, alten Sana) von beiden Seiten knusprig anbraten.

Dazu gibt es kurze Nudeln, am besten Spirelli, aber Ihr könnt auch jede andere Nudel verwenden.

Die Tomatensosse, welche dazu serviert wird besteht aus einer Dose passierten Tomaten, einem Schluck Ketchup, braunen Zucker, Salz und Pfeffer und wer mag kann noch ein paar Kräuter nach Belieben dazugeben.

So einfach und so lecker und immer verbunden mit einer Reise in die Kindheit.