Aus der Schulküche: Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensosse

Am ersten Mai Wochenende hatten wir ja aufgrund des Feiertages mal wieder einen Grund ins Vogtland zu fahren. In erster Linie wollten wir aufs Höhenfeuer, dass in unserer Heimat bereits am 30. April stattfindet und nicht wie in Bayern am 01. Mai und es gibt im Vogtland auch keinen Maibaum der aufgestellt werden muss, aber das ist ja von Region zu Region verschieden. Und da wir dann am Samstag mittag schon wieder die Biege in Richtung Oberding gemacht haben, wurde natürlich gleich noch im Osten eingekauft, denn auch heute gibt es immer noch einige Produkte, die es nicht in die alten Bundesländer geschafft haben. Da wäre z.B. der scharfe Bautzner Senf, den ich hier noch nirgends gesehen habe - wenn man Glück hat bekommt man den mittelscharfen, aber das war's dann auch schon. Genauso ist es beim Fleischsalat vom Schmidt - der Beste den es gibt! Der schmeckt wie selbstgemacht! 

Und dann gibt es noch die echte, gute Jagdwurst - die großen Stangen, die sucht man in Bayern ebenfalls vergebens. Wir können uns schon glücklich schätzen, dass wir in 2! Geschäften dünne Jagdwurstscheibchen kaufen können, die man für die typischen Ossinudeln braucht. Auch hier wird normalerweise Jagdwurst am Stück (in dicke Würfel geschnitten)  verwendet, aber irgendwie muss man sich ja behelfen.

Was hat das ganze jetzt mit Jägerschnitzel zu tun, werden sich jetzt sicherlich einige fragen, stimmts? Bestellt man sich in einem Restaurant ein Jägerschnitzel von der Karte bekommt man zu 99% ein Schweineschnitzel mit Champignons, oder Waldpilzen, aber die Variante die ich meine, wird aus dicken, panierten Jagdwurstscheiben zubereitet. Ein Gericht, dass mich durch meine Kindheit begleitet hat, denn mindestens einmal pro Woche gab es dieses Essen bei uns in der Schulküche. Und wir haben es geliebt!! Und deshalb wird von uns die große, dicke Jagdwurst immer aus dem Vogtland nach Bayern importiert :-)




Eigentlich wollte ich über dieses Gericht keinen extra Beitrag schreiben, aber nachdem ich ein Foto davon bei Facebook geteilt hatte, war die Begeisterung und die Nachfragen so groß, dass es nun das "Rezept" für ein echtes DDR-Jägerschnitzel gibt:

Zutaten:
(für 2 Personen)

6 dicke Scheiben Jagdwurst
1 Ei
Semmelbrösel
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Ei mit Salz und Pfeffer in einem tiefen Tellern verquirlen und die Jagdwurstscheiben darin von beiden Seiten schwenken. Mit Semmelbröseln panieren und anschließend in Bratmargarine (am besten natürlich mit der guten, alten Sana) von beiden Seiten knusprig anbraten.

Dazu gibt es kurze Nudeln, am besten Spirelli, aber Ihr könnt auch jede andere Nudel verwenden.

Die Tomatensosse, welche dazu serviert wird besteht aus einer Dose passierten Tomaten, einem Schluck Ketchup, braunen Zucker, Salz und Pfeffer und wer mag kann noch ein paar Kräuter nach Belieben dazugeben.

So einfach und so lecker und immer verbunden mit einer Reise in die Kindheit.


Die Gewinner von Blogger schenken Lesefreude

Was für eine tolle Aktion! Insgesamt haben über 150 begeisterte Leser an meiner kleinen Verlosung teilgenommen und es gab nur eine handvoll ungültige Teilnahmen.

Vielen Dank an alle die mitgemacht haben!

Wie zu erwarten, war das Kochbuch Heimat von Tim Mälzer am beliebtesten, knapp 80 Lose gab es für dieses Buch!

Aber nun will ich Euch nicht länger warten lassen, denn mit random.org wurden gerade eben die Gewinner ermittelt.




Über das Kochbuch von Tim Mälzer darf sich Jasmin K. freuen.

Pasta Loca von Stefan Marquard geht an Nicole R.

und 2 Exemplare Riesenhunger machen sich auf die Reise zu
Sabine P. aus Marburg und Birgitt M. aus Wuppertal




Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinnerinnen, ich werde gleich noch die entsprechende Emails verschicken, da mir nicht überall die komplette Anschrift vorliegt.

Am liebsten hätte ich ja jedem ein Kochbuch geschenkt, aber das geht ja leider ned, aber ich kann schon soviel verraten - demnächst gibt es 2 weitere Kochbücher zu gewinnen, also dranbleiben!


Bis bald und danke an alle die mitgemacht haben!
Alice


Pasta mit gebratenen Weisswurscht-Radln und Erbsen

Da die Bayern gestern ja leider ned gewonnen haben, hab ich heute für alle Fans etwas Trostfutter mitgebracht. Ja ich weiß.... ich darf doch die heilige Weisswurscht ned so verhunzen, aber es schmeckt halt so guad! Und anscheinend bin ich ja auch nicht die einzige, die die Weisswürschte auf nichtklassische Art zubereitet, denn der Metzger Norbert Wittmann hat der Weisswurscht jetzt ein ganzes Kochbuch gewidmet und is ja logisch, dass ich das unbedingt haben musste. Es handelt sich um ein Königliches Weißwurst-Kochbuch* aus dem ich bereits zwei Rezepte nachgekocht habe. Ich möchte aber noch nicht zuviel verraten, denn es gibt noch einen ausführlichen Bericht über das Buch mit einer kleinen Überraschung für Euch - ein bisserl müsst Ihr Euch aber noch gedulden, aber in der Zwischenzeit könnt Ihr ja schon das heutige Rezept ausprobieren und wer weiß vielleicht wage ich mich ja doch noch an ein Weißwurst-Dessert....

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Beim heutigen Rezept habe ich einige kleine Änderungen vorgenommen, da ich beim Lesen das Gefühl hatte, dass etwas gschmackiges fehlt und das war für mich hier z.B. angebratene Zwiebeln, denn ich befürchte ohne wäre das Ganze evtl. ein bisserl fad gewesen...




Zutaten:

400g kurze Pasta nach Wahl
2 Zwiebeln
200g Erbsen (TK) - vorher auftauen lassen
5 Weißwürste
4 EL Butter
1/2 Bund frische Petersilie
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:

Zuerst wird die Pasta in ausreichend Salzwasser al dente gekocht. In einem Sieb abgießen und gut abtropfen lassen.

Die Weißwürste werden nun gehäutet und in Scheiben geschnitten. Die Zwiebeln ebenfalls schälen und grob würfeln.

Nun wird die Butter in einer großen Pfanne erhitzt und die Zwiebeln werden darin glasig angedünstet, jetzt die Weißwurstscheiben dazugeben und bei hoher Hitze alles gut anbraten, bis die Wurst schön braun ist.

Dann werden die aufgetauten Erbsen und die gehackte Petersilie dazu gegeben und alles wird kurz durchgerührt und mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt. Pasta unterheben und evtl. noch kurz erhitzen und dann auf Pasta-Tellern servieren.




Fazit:

Uns hat diese Pasta-Variante total gut geschmeckt und was für mich ja immer ein wichtiger Aspekt ist - in weniger als 30 Minuten steht ein köstliches Essen auf dem Tisch!


Hinweis:

Denkt dran, bis morgen Mitternacht könnt Ihr bei mir noch 3 tolle (Koch)Bücher gewinnen, wer noch nicht im Lostopf ist, der sollte sein Glück einfach mal versuchen.


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