Deftiger Weißkrauteintopf

Endlich gibt es bei Zorra vom Kochtopf mal wieder ein Blogevent ganz nach meinem Geschmack! Eva von evchen kocht möchte von uns im Februar Rezepte haben, bei denen sich alles um Kraut & Kohl dreht. Perfekt, denn Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkraut & Co. gehören eigentlich zu meinen favorisierten Gemüsesorten, vor allem wenn es draußen etwas kälter und ungemütlicher ist. Und deshalb habe ich Euch heute ein Rezept für einen deftigen Weißkrauteintopf mitgebracht, der auch super schnell zubereitet ist.




Für 4 Personen benötigt Ihr folgende Zutaten:

1/2 Kopf Weißkraut
1 Stange Lauch
3 Kartoffeln
3 Möhren
Salz und Pfeffer
frische Petersilie
1 polnische Wurst (z.B. Kabanos)

Zubereitung:

Das Weißkraut in feine Streifen schneiden. Kartoffeln und Möhren schälen und dann zusammen mit dem Lauch ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.

Nun das gesamte Gemüse in einen großen Topf geben und mit Wasser auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. (Wer mag kann hier auch Gemüsebrühe verwenden) mit Salz und Pfeffer würzen, aufkochen lassen und dann alles ca. 20-25 Minuten köcheln lassen.

Die Wurst in grobe Scheiben schneiden - zum Eintopf geben und noch 5 Minuten mitköcheln lassen. Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

Ursprungsrezept: Living & More Rezept-Edition Wintergenuss* - von mir etwas abgewandelt

Fazit: 

Ein schneller, leckerer Eintopf für die kalten Jahreszeiten.



Mit diesem Rezept nehme ich am aktuellen Blogevent Krautkopf von Zorra und Eva teil, alle Details zum Event gibt es hier:

Blog-Event CXVI - German Krautköpfe (Einsendeschluss 15. Februar 2016)


P.S. Die nächsten 3 Wochen wird es hier auf dem Blog etwas ruhiger zugehen, da ich beruflich unterwegs bin, aber wer möchte kann mir bei Facebook, oder Instagram folgen, denn ich werde Euch hier natürlich von unterwegs berichten. 


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Ossisemmeln / Doppelsemmeln - Das Rezept! & Food Festival in Landshut

Wie oft habe ich schon versucht richtig gute Semmeln bzw.  Brot zu backen.... und jedes Mal bin ich gescheitert, denn die Ergebnisse waren meistens katastrophal! Demzufolge habe ich dieses Vorhaben nach jedem Fehlversuch erneut aufs Eis gelegt.  

Aber letzte Woche erinnerte ich mich dann wieder an einen Beitrag von Lutz vom Plötzblog, in dem es um die echten ostdeutschen Doppelsemmeln ging,  so wie man sie aus der ehemaligen DDR kennt. Diese Semmeln gibt es übrigens auch jetzt noch bei uns Zuhause bei jedem Bäcker zu kaufen. Naja und hier in Bayern ist ja alles bisserl anders..... nen gscheiten Kuchen gibt's ned und bei den Semmeln schauts ned viel anders aus. Also wagte ich noch einen Versuch! 

Und was soll ich sagen! Schon während des Backvorgangs war ich total aus dem Häuschen, als ich durch die Backofenscheibe lunste, denn vom Äußeren sahen die Semmeln schon aus wie daheim! Auch der spätere Geschmackstest überzeugte, außen eine tolle Kruste und innen fluffig weich - so wie es sein muss! Das einzige was mich ein klein wenig gestört hat, war, dass die Semmeln auf der Unterseite nicht so schön gebräunt waren, aber das liegt wohl daran, dass ich keinen Backstein besitze und die Semmeln auf einem normalen  Backblech gebacken habe. Aber das ist alles kein Problem,  beim nächsten Mal dreh ich die Semmeln dann einfach 5 Minuten vor Ende der Backzeit um.





Und lasst Euch von den langen Gehzeiten nicht abschrecken - es lohnt sich! 


Für 6 Doppelsemmeln benötigt Ihr folgende Zutaten: 

500g Weizenmehl
330ml sehr kaltes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
10g Salz -> 2 gestrichene Teelöffel
1 TL Backmalz*
10g Butterschmalz / Schweineschmalz - es geht auch normale Butter

Zubereitung:

Ich hab den Teig im Thermomix zubereitet, es funktioniert aber auch jede andere Küchenmaschine. Anders als Lutz habe ich hier von Anfang an alle Zutaten in den Thermomix getan und habe dann alles in 15 Minuten auf Knetstufe zu einem elastischen, glatten Teig verarbeitet.

Den Teig in eine Schüssel geben und dann in einem kühlen Raum (bei uns das Gäste-/Wäschezimmer weil hier immer das Fenster geöffnet ist) 1 Stunde ruhen lassen. Anschließend den Teig einmal falten und erneut 1 Stunde im kühlen Zimmer ruhen lassen.

Nun werden aus dem Teig 12 kleine Teiglinge rund geformt und jeweils zwei werden aneinander auf ein Backblech gesetzt. Das Backblech abdecken und nochmals 1 Stunde bei einer Raumtemperatur von ca. 20°C gehen lassen. Nach der Hälfte der Gehzeit die einzelnen Semmeln einschneiden.

Inzwischen wird der Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Auf den Backofenboden habe ich eine mit Wasser gefüllte Auflaufform gestellt - Ihr wisst ja wegen dem Dampf und so...

Die Teiglinge mit Wasser bepinseln und dann ca. 20 Minuten backen, bis die Semmeln goldbraun sind. Semmeln nach dem Backen sofort nochmals mit etwas Wasser bepinseln und dann auskühlen lassen.




Das Ursprungsrezept stammt übrigens vom Bäcker Süpke.
Vielen herzlichen Dank für ein Stück Heimat!



Und zum Schluss habe ich noch einen kulinarischen Tipp fürs kommende Wochenende für Euch. Falls Ihr morgen noch nichts vorhabt und Landshut nicht soweit weg von Euch ist, dann schaut doch einfach mal beim 1. Lower Bavarian Food Festival vorbei - falls es morgen nicht in Strömen regnet, werden wir auch mal hinfahren und hoffen, dass wir noch das ein oder andere Schmankerl ergattern können, denn auf solchen Foodfestivals gehts ja meist zu wie Sau und manche Foodtrucks sind ratzfatz ausverkauft. Vielleicht sieht man sich ja! :-)





2016 - Ein Jahr ohne Schnickschnack - Alt Wiener Erdäpfelsuppe mit Speck

Hallo Ihr Lieben!

Da bin ich wieder und ich hoffe, dass Ihr den Jahreswechsel allesamt gut überstanden habt. Eigentlich wollte ich im Dezember auch noch einen kurzen Jahresrückblick schreiben, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Aber ist jetzt auch wurscht, denn ein neues Jahr ist da und deshalb schau ich nach vorne. Es gibt ja immer die berühmt-berüchtigten Vorsätze, welche man sich vornimmt und dann doch nicht eingehalten werden, deshalb habe ich mir nur ganz wenig vorgenommen und diese Punkte beziehen sich auch teilweise auf meinen Blog.

Viel wird sich nicht ändern, aber ich möchte mich in diesem Jahr auf die normale Alltagsküche, ohne großen Schnickschnack konzentrieren. Viele meiner Leser schreiben mir, dass sie sich normale Rezepte wünschen, die man mit Zutaten zubereiten kann, die man im Normalfall zuhause hat. Und dann sollten die Gerichte auch in relativ kurzer Zeit zubereitet werden. Eine Leserin meinte letztens "Auf vielen Blogs muss man teilweise stundenlang nach einem normalen Rezept suchen..." tja ich kann das verstehen, denn der Healthy/Superfood-Hype (und was weiß ich noch alles...) wird immer schlimmer. Und die Kochbuchverlage schwimmen auf dieser Welle natürlich mit, wie man an den aktuellen Vorschauen fürs Frühjahr 2016 erkennen kann. Und da dies für mich alles nix mit richtigem Genuss zu tun hat, möchte ich diesen Hype auch nicht unterstützen und deshalb gibts dieses Jahr nur "normale" und einfache Rezepte aus Deutschland und dem Rest der Welt, die wirklich jedermann problemlos nachkochen kann. Hierzu werde ich auch viele meiner älteren Kochbücher zur Hand nehmen und neue Kochbücher werden nur noch gekauft, wenn diese in die Alltagsküche passen, denn mittlerweile habe ich einige Bücher, die einfach nicht alltagstauglich sind und deshalb wurde daraus auch noch nie was gekocht.

Ich will hier auch nicht weiter rumsabbeln, sondern möchte mein Blogjahr 2016 gleich mit einer der besten Kartoffelsuppen beginnen, die ich bis jetzt gegessen habe. Das Rezept stammt aus dem tollen Kochbuch: Wiener Küche: Wirtshausgulasch & Topfenpalatschinken - Klassiker und neue Inspirationen*  welches von der wundervollen Frau Ziii Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. In diesem Buch taucht man in die Geheimnisse der alten Wiener Küche ein und das ganz ohne neumodischen Kram. Wir haben auch bereits den göttlichen Wirtshausgulasch ausprobiert, jedoch war dieser so schnell aufgegessen und ein Foto war nicht möglich.




Für 4 Portionen benötigt Ihr folgende Zutaten:
(Rezept wurde von mir leicht verändert)


1 Handvoll getrocknete Waldpilze
2 Zwiebeln
150g gewürfelter Speck
1kg Kartoffeln
1 Liter Gemüsebrühe
2 TL getrockneter Majoran
1 Lorbeerblatt
gemahlener Kümmel
frisch gemahlene Muskat
etwas Butterschmalz
Salz

150g Saure Sahne
1 EL Mehl

Zubereitung:

Bevor es mit der Kocherei losgeht, solltet Ihr die getrockneten Pilze ca. 1 Stunde in warmen Wasser einweichen. (Wasser nicht wegschütten!)

Die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln, zusammen mit dem Speck darin leicht anbraten.

Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden und dann zusammen mit dem Kümmel, Majoran in den Topf geben und alles kurz anschwitzen lassen.

Nun die Gemüsebrühe, die Pilze inkl. Einweichwasser und das Lorbeerblatt in den Topf geben, mit Salz abschmecken und alles ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.

Um die Suppe etwas anzudicken benötigt Ihr dann noch das berühmte G'machtl. Hierzu wird die Saure Sahne mit dem Mehr glatt gerührt - eine Schöpfkelle der köchelnden Suppe dazugeben und alles gut verrühren. Dann wird alles langsam unter die Suppe gerührt, kurz aufgekocht und schon kann serviert werden.

Wer mag kann noch etwas frische Petersilie und noch einen Klecks Saure Sahne auf die Teller geben.




Fazit:

Wir sind begeistert von diesem köstlichen Kartoffel-Eintopf! Durch die getrockneten Pilze bekommt dieser Topf die besondere Note und hat mich auch ein wenig an die böhmische Zubereitung einer Kartoffelsuppe erinnert. Sehr empfehlenswert!


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