{Rezension} Alle lieben Heidelbeeren - Risotto mit Heidelbeeren

Heute gibt es mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir, aber auch nur weil das Ende der Heidelbeerzeit naht und ich Euch die heutige Rezension inkl. Rezepte nicht vorenthalten möchte. Wäre ja blöd, wenn Ihr erst bis zur nächsten Saison warten müsstet.

Heidelbeeren... bei uns daheim im Vogtland besser bekannt als Blaubeeren, oder auch Schwarzbeeren liebe ich total, aber umso trauriger ist es, dass ich hier in Bayern leider noch keinen Waldfleck gefunden habe, wo ich sie selbst pflücken kann. Ich erinnere mich nur zu gerne an meine Kindheit zurück, als wir regelmäßig mit Gummistiefeln und großen Plastikeimern in den gegenüberliegenden Wald gestapft sind, um nach nur wenigen Stunden mit einer reichen Ausbeute und blauverschmierten Händen und Mündern nach Hause gekommen sind. Dort wurden die wundervollen Beeren dann meistens einfach nur zerdrückt und mit Milch vermischt, oder es wurde ein himmlischer Streuselkuchen mit Blaubeerfüllung gebacken. Es war so eine schöne und unbeschwerte Zeit.

Und jetzt? Waldheidelbeeren kann man hier zwar hin und wieder kaufen, aber da ist man dann schon ein halbes Vermögen los, also greift man dann meist zu Kulturheidelbeeren - besser als nix würde ich sagen, aber vergleichen kann man den Geschmack definitiv nicht.

Jedenfalls erreichte mich vor ein paar Tagen ein Kochbuch, dass sich ganz alleine der Heidelbeere gewidmet hat.




erschienen im Schnell Verlag
von Ulrike Krogmann und Elke Gäth
ISBN: 9783877166994
96 Seiten
EUR 12,95


Bevor ich mit den Details des Buches beginne möchte ich noch ein paar Worte zum Kochbuch an sich loswerden. Dieses Buch ist das beste Beispiel dafür, dass nicht alles perfekt, hochglänzend und durchgestylt sein muss. Die meisten Kochbücher heutzutage sind optisch ein wahres Highlight und man möchte teilweise die einzelnen Seiten ablecken, so lecker schauen die Fotos aus, aber sieht das dann auch so aus, wenn man die Rezepte zuhause nachkocht? Im Normalfall leider nicht, aber trotzdem kaufen wir Kochbücher in rauen Mengen und wir versuchen aus den Rezepten immer wieder das Beste herauszuholen. In diesem Buch, dass zusammen mit normalen Menschen, wie Du und ich, entstanden ist, sind die Fotos nicht perfekt und manchmal auch nicht wirklich hübsch anzusehen, aber ich finde, dass das nicht so wichtig ist, denn das Rezept muss funktionieren und schmecken und die beiden Rezepte die ich mir herausgesucht habe waren klasse! Und somit möchte ich Euch folgendes ans Herz legen: Schaut Euch auch mal die kleinen, eher unscheinbaren Kochbücher an, Ihr werdet darin oft größere Schätze finden als Ihr es vermutet.

Aber nun direkt zurück zum Buch. Es geht los mit einem Infoteil zu den Heidelbeeren, wo kommen Sie her, wo werden sie angebaut, was steckt drin und wie werden sie verarbeitet.

Auf den folgenden 4 Seiten werden alle Beteiligten des Buches kurz vorgestellt, dass heißt jeder der ein Rezept beigesteuert hat, wird hier mit einem kurzen Satz beschrieben. Das wäre z.B. Rebecca, die erste Heidelbeerkönigin, oder Marita, eine Heidelbeerplantagenbesitzerin. Aber auch Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, Hebammen u.v.a. möchten ihre Lieblingsrezepte mit uns teilen. Menschen wie Du und ich!

Danach folgen die Rezepte, welche in folgende Abschnitte unterteilt sind:

  • Vorspeisen
  • Hauptspeisen
  • Desserts
  • Kuchen und Torten
  • Geschenke aus der Küche

Ein Rezept wird immer auf einer Doppelseite präsentiert, dass sich aus Fotos, dem Rezept und einem kurzen Portrait der Rezept-Geberin und Tipps zum Kochen zusammensetzt.

Alle Zutaten die verwendet werden, findet man im normalen Lebensmittelhandel, es werden also kaum außergewöhnliche Dinge verwendet, man kann also sofort loslegen.


Da ich für meine Rezensionen meistens Rezepte heraussuche, die neu für mich sind, entschied ich mich dieses Mal für ein Risotto mit Blaubeeren. Die Kombi kannte ich so nicht und ich war gespannt, ob man das Endergebnis wirklich genießen kann. Wir waren überrascht! Und wie das schmeckt! Klar Käse, in diesem Falle Parmesan, harmoniert ja sowieso perfekt mit Früchten. Und dazu gab es noch einen Salat mit Blaubeeren und Gouda - auch sehr lecker und wieder ein neues Geschmackserlebnis für uns.




Heidelbeer-Risotto
(Rezept von mir leicht abgeändert)

Zutaten:

300g Risottoreis
1 Zwiebel
150ml trockenen Weißwein
ca. 1 Liter Gemüsebrühe
200g frische Heidelbeeren
150g geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer
Olivenöl und etwas Butter

Zubereitung:

Zuerst wird die Zwiebel geschält und in kleine Würfel geschnitten. Etwas Butter und Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen. Reis dazugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen lassen. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. 

Nun wird nach und nach die Gemüsebrühe dazu gegeben. Hin und wieder umrühren und alles so lange wiederholen, bis der Reis die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Dann wird der Parmesan untergerührt. -> Ich finde ja ein Risotto sollte richtig schlotzig sein, schon bevor man den Parmesan hinzugibt.

Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz vorm Servieren die Heidelbeeren vorsichtig unterrühren.


Zum Risotto gab es dann noch den bereits erwähnten Salat mit Gouda, Lauchzwiebeln und Heidelbeeren. Durch die Zugabe von griechischem Joghurt, optisch jetzt auch nicht unbedingt der Hit, aber es zählt ja immer der Geschmack und auch der war klasse.




Mein Fazit zum Buch:

Für Heidelbeerfans ein absolutes Must-Have. Ein ehrliches Kochbuch mit alltagstauglichen Rezepten, die auch wirklich funktionieren. Kochen und Backen ohne großen Aufwand und ohne außergewöhnliche Zutaten. Ich finde das Buch auch als Geschenk eine tolle Idee.



Vielen Dank an den Schnell Verlag für die Übersendung des Rezensionsexemplares.

*Affiliatelink




*** Sommerpause ***


Ja ich weiß, es ist in letzter Zeit ruhig hier geworden. Das schöne Wetter, der Job, mein Privatleben, dass sind alles noch Dinge, die eine höhere Priorität haben als mein Blogbaby hier. Gekocht und fotografiert wird trotzdem, nur halt nicht unbedingt auf Blogniveau. Und da der richtige Sommer ja jetzt erst richtig losgeht, mach ich hier einfach mal Pause.

Ihr könnt mir aber gerne bei Facebook und bei Instagram folgen, denn da bin ich eigentlich immer irgendwie zu Gange und es gibt dort auch regelmäßig neuen Senf von mir. Also schaut doch einfach mal vorbei. Und dort erfahrt Ihr auch wenn es wieder was Neues auf dem Blog gibt.

Also lasst es Euch gut gehen, genießt den Sommer und die Sonne und denkt auch mal an Euch!

Eure Alice 


Photo: Steve Bidmead / pixabay.com

{Alpenküche} - Pasta mit Südtiroler Schinken und Zucchini

Wenn ich an die alpenländische Küche denke, fallen mir spontan Gerichte wie Kässpätzle, Gröstl, Kaiserschmarrn und Co. ein. Das sind wohl auch die beliebtesten Rezepte zu diesem Thema, deshalb musste ich mir für das aktuelle Blogevent Alpenküche von Zorra und Kebo etwas anderes einfallen lassen, denn die Zusammenfassung soll ja viele verschiedene Gerichte enthalten.


Blog-Event CXX - Alpenkueche (Einsendeschluss 15. Juni 2016)

Mein erster Gedanke war.. machste was mit Bergkäse, aber da fiel mir jetzt spontan auch nicht soviel ein, außer nen Bergkäsesalat, oder ein Brotzeitbrettel mit vielen anderen deftigen Sachen. Aber das kann ja jeder und es fällt auch nicht wirklich in die Kategorie Kochen. Dann bin ich beim Südtiroler Speck gelandet, den hab ich heute in der Mittagspause aber natürlich nicht bekommen. Ist ja meistens so.. wenn man was braucht gibt's des nirgends. Dann also improvisiert und Südtiroler Schinken (ist ja eh fast des gleiche) mitgenommen und nach Feierabend auf die Schnelle dieses leckere Abendessen zubereitet.




Zutaten:
(4 Portionen)

500g Spaghetti (oder eine andere Nudelform nach Belieben)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 Zucchini
150g Südtiroler Schinken
100ml trockenen Weißwein
50g Parmesan
2 TL Alpenkräuter (oder was Ihr gerade da habt)
Olivenöl
Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst werden die beiden Zwiebeln und der Knoblauch fein gehackt und die Zucchinis werden in kleine Würfel geschnitten.

Inzwischen Wasser für die Pasta aufsetzen und bissfest kochen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin anbraten. In Streifen geschnittenen Schinken dazugeben und kurz mitbraten lassen. Zucchini-Würfel und die Kräuter in die Pfanne geben und ca. 1-2 Minuten mitbraten lassen. Weißwein hinzugießen und unter Rühren ca. 5 Minuten kochen lassen. Das Ganze mit Pfeffer abschmecken.

Die Pasta abgießen, kurz abtropfen lassen und in die Pfanne geben. Alles gut vermischen, mit Käse bestreuen und genießen.



Sehr leckeres, alltags taugliches Rezept, dass man auch mal schnell unter der Woche nach Feierabend zubereiten kann.




Einige haben mich bestimmt schon vermisst... In den letzten Wochen hatte ich irgendwie keine Zeit zum Bloggen. Zum einen hat mich mein Job aktuell fest im Griff und an den wenigen sonnigen Tagen die wir bis jetzt hatten, haben wir lieber die Biergärten unsicher gemacht. Versteht Ihr doch sicherlich, oder?

Und dann gibt es da ja noch mein bzw. unser Herzensprojekt Kochbuchsüchtig, dass nun weiter gewachsen ist. Im Zuge dessen habe ich auch die Kochbuchverlagsliste aktualisiert und die Links zu den sehnsüchtig erwarteten Herbst-Vorschauen weitestgehend auf den neuesten Stand gebracht.

Wir sind jetzt seit 2 Tagen auch bei Facebook mit unserer eigenen Fanseite vertreten. Grund für diesen Schritt war einfach die größere Reichweite und die Kommunikation zu Verlagen. Klar sind wir auch bei Instagram und in unserer Gruppe, aber das gewisse Etwas hat halt irgendwie noch gefehlt. Wir lassen uns mal überraschen, wie sich das Ganze entwickelt.

Herzlichen Dank auch hier noch einmal an meine 2 Mitstreiterinnen Dorothée und Susanne!



Wir würden uns freuen, wenn Ihr mal vorbeischaut.