"Es gibt einen Ort wie keinen anderen auf der Welt. Es heißt, um dort zu überleben, muss man verrückt sein, wie ein Hutmacher. Glücklicherweise bin ich das..."

Freitag, 27. Juni 2014

Vogtländischer Kartoffelsalat

Julia von German Abendbrot möchte wissen, in welcher Region bzw. in welchem Land es wohl den besten Kartoffelsalat gibt, klar dass ich bei diesem Blogevent dabei bin, denn unser vogtländischer Kartoffelsalat schmeckt uns am besten! Klar habe ich in den letzten Jahren auch schon viele andere Salate ausprobiert - mit Brühe, mit Öl und Essig usw. - aber Mama's Salat bleibt nun mal an Nummer 1 stehen. Heute gibt es bei mir das klassische Rezept ohne großen Schnickschnack. Manchmal werden kleinere Sachen variiert, so kann man diesem Salat beispielsweise noch gekochte Eier, oder auch einige grüne Erbsen zugeben. Aber das Grundrezept bleibt immer gleich und dafür benötigt Ihr folgendes:


Festkochende Kartoffeln (am besten vom Dorfbauern ums Eck *g*), saure Gurken - inklusive Gurkenwasser!, Fleischsalat, Zwiebeln, Senf, Salz und Pfeffer. Ich gebe gerne noch etwas frische, oder getrocknete Petersilie dazu. Und mehr braucht's ned und Ihr werden sehen das es schmeckt! Ich muss mich ja schon immer beherrschen, dass ich mich nicht immer wieder an der Schüssel vergreife, während der Salat durchzieht.  (zu den Mengen kann ich leider keine Angaben machen, denn das passiert bei der Zubereitung stets aus dem Handgelenk, aber wer täglich in der Küche steht, für den dürfte das kein Problem sein)

Zur Zubereitung muss ich glaube nicht viel erzählen, oder?

Kartoffeln kochen, inzwischen die Gurken und die Zwiebeln kleinschneiden und alle Zutaten in einer großen Schüssel vermengen. Der Salat sollte dann mindestens 2 Stunden in einer verschließbaren Schüssel, wie z.B. diese hier, durchziehen. Achtet darauf das dieses nicht im Kühlschrank geschieht, denn es gibt meiner Meinung nach nichts Schlimmeres als eiskalter Kartoffelsalat! Geht für mich überhaupt nicht, denn so schmeckt man die einzelnen Komponenten gar nicht heraus.


Der Salat ist der perfekte Begleiter zu Grillfesten, oder auch bei spannenden WM-Spielen darf er bei uns nicht fehlen. Auch Nichtvogtländer sind bereits mehrmals in den Genuss dieser regionalen Köstlichkeit gekommen und was soll ich sagen - die Schüssel war immer als erstes leer - also so schlecht kann er dann nicht sein, oder?


Ich freue mich sehr, dass ich Julia zu einem Kartoffelsalat-Event inspirieren konnte und ich bin schon sehr gespannt auf die vielen Rezepte, die Ihr zu diesem tollen Event beisteuert. Das wird sicherlich eine grandiose Sammlung werden! Ihr könnt übrigens noch bis zum 13. Juli 2014 mitmachen und Euer liebstes Rezept bei Julia einreichen, die Details findet Ihr HIER.


Blogevent – Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen


Das Wichtigste bei diesem Kartoffelsalat ist definitiv der Fleischsalat und das Gurkenwasser, denn dadurch spart man sich eine Menge an Gewürzen und es schmeckt phantastisch. Probiert es einfach mal aus! :-)


Montag, 16. Juni 2014

"Behind the Scenes" - Ein Blick hinter die Kulissen des Wunderlands

Könnt Ihr Euch noch an das tolle Blogevent von Steph erinnern, bei dem viele Foodblogger die Türen ihrer Küche geöffnet haben? Das ist mittlerweile schon über 2 Jahre her und bei vielen hat sich einiges geändert. Und sind wir mal ehrlich -> neugierig sind wir doch alle, oder? Auch ich hatte Euch damals meine Chaosküche gezeigt, in der ich mich kaum drehen und wenden konnte, aber dieses Kapitel ist mittlerweile abgeschlossen, denn wir sind Ende letzten Jahres aufs Land gezogen und hier ist alles viel schöner! :-) Bevor ich Euch aber in den neuen heiligen Hallen herumführe, möchte ich noch sagen, dass ich immer noch der Meinung bin, dass man keine Hochglanzküche, keine Highendgeräte usw. braucht und ich finde auch, dass es nicht unbedingt authentisch herüberkommt, wenn die eigenen 4 Wände ausschauen, als wäre man mitten in einer Design-Möbel-Ausstellung und der nix rumliegt. Ich persönlich finde das auch nicht gemütlich, aber muss ja jeder selber wissen. Es gibt soviel wichtigere Dinge im Leben und genau das merken wir in den letzten 3 Wochen extrem, dass ist auch der Grund warum es hier so ruhig ist, denn unsere Gedanken und unsere ganze Kraft geben wir momentan einem Familienmitglied! Scheiß doch auf ne Designerküche! Seid froh dass Ihr gesund seid, es kann so schnell etwas passieren und dann nützt Euch das alles nichts mehr.....

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Da es in unserem neuen Heim keine Küche gab, mussten wir in den sauren Apfel beißen und uns eine neue kaufen... praktisch sollte sie sein, nicht zu teuer, aber trotzdem schick - gibt es sowas? Aber klar doch! Weil wir eine Dachgeschosswohnung haben, hatten wir leider nicht die Möglichkeit unendliche Hochschränke einzubauen, aber das war auch kein Problem, denn es war genug Platz für die unteren Schränke und somit gab es auch eine wirklich große Arbeitsfläche, von der ich in der alten Küche immer wieder geträumt habe. Eigentlich wollte ich auch gar keine dunkle Küche haben, aber da die Wände in unserer neuen Kombüse grün waren und wir uns für eine helle Arbeitsplatte im Vintagelook entschieden haben, wurde sie dann doch anthrazit ;-)


Das erste was man in meiner Küche sieht, sind wohl die Unmengen an Gewürzen, die sich zum größten Teil in diversen Regalen angesammelt haben. Ich muss aber dazu sagen, dass es hinter den Türen noch mehr gibt, aber dort stehen nur die, die ich nicht so häufig verwende. Ich mag Gewürze die eine tolle Verpackung haben, egal ob bunte Döschen, oder regionale Illustrationen, die irgendwo drauf gedruckt sind - je ausgefallener desto besser!


Im kleinsten Regal befinden sich hauptsächliche Grillgewürze, diverse Rubs usw.


Auf der linken Seite des Herdes (übrigens ein ganz normaler) seht Ihr meine geliebten Herbaria Gewürze, die ich fast täglich zum Kochen verwende.


Direkt über der Spüle hängen dann meine tollen Holzschuber-Regale, die es bereits in der alten Küche gab, hier standen sie allerdings hinter der Spüle, da ich keine Möglichkeit hatte, diese an der Wand zu befestigen.  Rechts neben der Spüle beginnt dann auch unsere Kaffe-/Geräte-Ecke. Da wir Kapselkaffee-Trinker sind hatte ich lange nach einer Lösung für die Kapseln gesucht und wurde dann letztendlich beim Dänischen Bettenlager fündig - die bunten Zigarrenkisten passen ja auch farblich optimal, oder? :-)

Und weil wir ja gerade dabei sind, oute ich mich mal als total Lock und Lock Fan (siehe beispielsweise den pinken Shaker), die Frischhaltedosen kann ich wirklich empfehlen und sie sind im Vergleich zu Tupper sehr viel stabiler, hochwertiger, sehen besser aus und sind auch noch günstiger! (Das ist meine persönliche Meinung, da ich diese Dosen schon jahrelang verwende!)


Weiter geht es mit allerlei elektrischen Geräten. Am wichtigsten ist hier natürlich die Kaffeemaschine , die wir aber nur am Wochenende verwenden, da wir auf Arbeit schon genügend Koffein zu uns nehmen ;-) - dann wäre da noch mein Blender , den ich erst letzte Woche ausgepackt habe - er stand seit dem Umzug noch herum. Als ich letzte Woche jedoch meinen ersten Erdbeershake darin zubereitet habe, war ich total begeistert von diesem Teil, vor allem von der Qualität. Der Krug ist aus massivem Glas und die Leistung - Ohlala! Da qualmt nix nach 1 Minute Gebrauch ;-)  - das hatten wir alles schon *zwinker* - und dann gibt es noch eine ganz normale Filter-Kaffeemaschine, die aber nur benutzt wird, wenn mal viele Gäste im haus sind, denn dann ist das Hantieren mit den Kapseln schon recht nervig :-) zu guter letzt ist da noch meinen Magic Chopper , den ich auch schon seit Jahren verwende und auch hier bin ich sehr zufrieden und ich habe bis jetzt keinen anderen Zerkleinerer gefunden der besser war. 


Immer in Reichweite findet man bei mir auch jede Menge Messer, Holzlöffel und andere Küchengerätschaften. Warum erst in Schubladen wühlen, wenn man die Sachen dekorativ auf die Arbeitsplatte stellen kann? Gehört für mich einfach zu einer lebendigen Küche dazu :) genauso wie ein klein wenig Schnickschnack.


Mein Herd hat seit kurzem übrigens auch einen Namen, mit dem passenden Magneten *kaputtlach* - Ein Kleiner Prinz der großes leisten muss! :-)


Und auch Frau Kampi ist immer mit dabei, wenn ich den Kochlöffel schwinge!

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Ich denke das waren die wichtigsten Sachen in meiner Küche und beim aktuellen Event, sollen wir Euch ja noch ein wenig mehr verraten. Viele fragen sich z.B. immer wieder, wo die Fotos zu einem Foodblog entstehen. Da ich nun endlich auch einen richtigen Esstisch besitze, kann es schon einmal vorkommen, dass mit dem Handy gleich dort ein Foto geschossen wird.


Wenn ich jedoch ein gutes Foto benötige, dann dauert es schon ein bisschen länger und ich verziehe mich in unser Gästezimmer, wo ich mir ein kleines Fotostudio aufgebaut habe. Vor allem wenn es draußen nicht mehr so hell ist, machen sich so ein paar günstige Tageslichtlampen wirklich gut.


Als dunklen Standard-Hintergrund habe ich mir hier einfach im Baumarkt zwei Regalbretter zurechtschneiden lassen und wenn ich den Hintergrund einfach mal wechseln möchte, verwende ich hier Bastelbücher (keine Ahnung wie die richtig heißen) - sind so ähnlich wie Tapetenbücher - hier hat man für wenig Geld eine sehr große Auswahl an unterschiedlichsten Hintergründen. 


Wenn dann alle Fotos im Kasten sind und die gekochten Sachen aufgegessen wurden, geht es weiter mit dem Schreiben des Blogbeitrages, denn Ihr wollt ja schließlich auch etwas zum Lesen haben. Und hier geht es dann im Arbeitszimmer, oder auch dem Kochbuchzimmer weiter. Eigentlich gibt es hier gar nicht soviel zu sagen, ein Schreibtisch, ein Laptop und nen Lampe und einige Stapel an Kochbüchern, Verlagsvorschauen usw.


Meine Kochbuchsammlung kennt Ihr ja bereits, denn diese hatte ich bei der Kochbuchparade schon vorgestellt (allerdings gibt es mittlerweile ein Regal mehr...)


Sooooo.... ich glaube das reicht für heute und ich denke, dass Ihr Euch jetzt gut vorstellen könnt, wie es im kulinarischen Wunderland wirklich aussieht. Falls Ihr noch irgendetwas wissen wollt, fragt mich einfach :-)

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Das war mein Beitrag zum Blogevent "Behind the Scenes"
welches aktuell im Kleinen Kuriositätenladen stattfindet.

Behind the Scenes vom 01.06.-30-06-2014


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Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Abend und eine geruhsame Nacht!

Eure Alice

Donnerstag, 29. Mai 2014

Portugiesischer Augenbohnensalat mit Thunfisch

Als ich vor kurzem mein kleines Vorratskämmerchen mal wieder aufgeräumt habe, stieß ich auf eine Packung mit getrockneten Augenbohnen, die ich schon ganz aus den Augen verloren hatte.... das ist halt der Nachteil, wenn man einen extra Raum hat, in denen sich im Laufe der Monate so einiges an Lebensmitteln ansammelt....

Bildquelle: Wikipedia

Hmm... und was macht man nun damit? Ein deftiger Bohneneintopf passt irgendwie nicht so recht in die Jahreszeit und sonst viel mir nicht wirklich etwas ein. Also stöberte ich, wie so oft in meinen Kochbüchern und wurde auch relativ schnell fündig. Ein Salat sollte es sein, den man entweder mit Brot als Abendessen servieren kann, oder man reicht ihn einfach als Beilage zum Grillen.

Da es sich um getrocknete Bohnen handelte, müssen diese vor der eigentlichen Zubereitung erst einmal über Nacht eingeweicht werden, bevor sie im Kochtopf landen.


Zutaten:
(für 8 Personen - Mengen können sehr gut halbiert werden)

400g getrocknete Augenbohnen
2 Dosen Thunfisch in Öl
1 große Zwiebel
6 EL bestes Olivenöl
3 EL Rotweinessig
Salz, Pfeffer
frische Petersilie
1 säuerlichen Apfel

Zubereitung:

Zuerst werden die eingeweichten Bohnen in frischem, ungesalzenem Wasser ca. 25 Minuten gekocht. Die Bohnen anschließend gut abtropfen lassen. Der Thunfisch sollte ebenfalls in einem Sieb gut abtropfen, bevor er mit den Finger in kleine Stücke gezupft wird.

Die Zwiebel wird nun klein gehackt und kommt zusammen mit allen anderen Zutaten in eine Schüssel. Der Apfel wird ebenfalls geschält und in grobe Stücke geschnitten - er gibt dem Salat noch eine besondere Note.

Alle Zutaten gut vermischen und dann den Salat für einige Stunden in den Kühlschrank stellen, damit dieser gut durchziehen kann.

Tipp: Anstatt des Apfels können auch einige Tomaten mit untergemischt werden, dieses sollte jedoch erst nach dem Durchziehen geschehen.

Fazit: Der Salat ist wirklich lecker, beim nächsten Mal würde ich jedoch noch 1-2 Äpfel mehr verwenden, denn diese Kombi hat uns ausgesprochen gut gefallen!


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Und als ich die Bezeichnung bestes Olivenöl bei den Zutaten zum ersten Mal las, machte es bei mir sofort Klick! Denn zu einem portugiesischem Salat sollte man dann am besten auch ein passendes Olivenöl verwenden, oder? Und hier kommt TRY FOODS ins Spiel. Dieses recht junge Startup hatte eine wirklich tolle Idee! Ihr kennt das sicherlich - Ihr steht auf dem Markt bzw. beim Einkaufen vor einer riesigen Auswahl von Produkten, der gleichen Art und könnt Euch nicht entscheiden. Manchmal hat man dann doch Pech und das gekauft Produkt schmeckt einem doch nicht... und dann hat man die angebrochene Packung/Flasche zuhause rumstehen.

Doch bei TRY FOODS könnt Ihr beispielsweise Olivenöl, Pfeffer, Salz, Kaffee und Schokolade in kleinen Mengen und in verschiedenen Ausführungen verkosten und entscheidet Euch dann hinterher für eine Originalgröße. Ist doch klasse, oder? Und ich durfte im Rahmen eines Produkttestes 5 phantastische Olivenöle ausprobieren, die mir freundlicherweise unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden. Und da war ganz zufälligerweise auch eins aus Portugal dabei und durch seine kräftige Note hat es perfekt zu meinem doch recht würzigen Salat gepasst. Die anderen Öle werde ich bei Gelegenheit noch verkosten.


Wie findet Ihr diese Idee? Wäre das für Euch interessant?
Ich würde mir auf alle Fälle noch andere Produktsets zum Verkosten wünschen, wie wäre es z.B. mit Curry?