"Es gibt einen Ort wie keinen anderen auf der Welt. Es heißt, um dort zu überleben, muss man verrückt sein, wie ein Hutmacher. Glücklicherweise bin ich das..."

Sonntag, 12. Dezember 2010

Panforte di Siena - Die italienische Versuchung



Heute wird das 12. Türchen des Kulinarischen Adventskalenders geöffnet und ich freue mich sehr, dass ich bei diesem weihnachtlichen Event vom kochtopf dabei sein darf. Vielen lieben Dank an Zorra für die Organisation und auch danke an die Sponsoren, die eine Verlosung am Ende des Kalenders möglich machen.

Die weihnachtliche Reise führt uns heute nach bella Italia. Als traditionelles Weihnachtsgebäck ist die Panforte weit über die italienischen Grenzen hinaus bekannt. Zubereitet wird diese süße klebrige Spezialität hauptsächlich aus Mandeln, Mehl, kandierten Früchten, Honig, Zucker und diversen Gewürzen.


Den Ursprung fand die Panforte im Mittelalter in der toskanischen Stadt Siena, welche ein wichtiger Handelsplatz der Karawanen aus dem Orient war.

Die Original Panforte wird mit 17 Gewürzen verfeinert, die 17 steht in diesem Falle für die Anzahl der Contraden, den Stadtteilen von Siena.

Der Name Panforte entstand dadurch, da das sogenannte Früchtebrot während des Gärvorganges oft sauer wurde. (forte = säuerlich) Erst später wurde durch die Zugabe von Honig und exotischen Gewürzen, die aus dem Orient nach Italien kamen, die Haltbarkeit extrem verlängert.

Für die Italiener steht die Panforte auch für die Würze des Lebens, dass heißt:

- Zucker und Honig stehen für die Süße
- die getrockneten Früchte für Saft und Kraft

Mittlerweile gibt es das traditionelle Weihnachtsgebäck das ganze Jahr und ist in verschiedenen Varianten erhältlich. Ob mit kandierten Melonenstückchen oder einem dunklen Schokoladenüberzug; der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Die Panforte wird üblicherweise in kleinen Häppchen verzehrt. Ideal dazu passt ein Gläschen Vino Santo.


Zutaten:
(für eine Springform 26 cm)

100g Zucker
100g Honig
100g Haselnüsse
100g Mandeln
100g Zitronat
100g Orangeat
50g Mehl
1 EL Kakao
1/2 TL Zimt
je eine Prise gemahlene Nelken, Piment, Muskatblüte, Ingwer

Zubereitung:

Zucker und Honig solange in einem Topf erwärmen, bis er sich komplett aufgelöst hat. Abkühlen lassen.

Die Nüsse, das Orangeat & Zitronat in einer Küchenmaschine oder mit einem Messer grob zerhacken und alles in eine Schüssel geben. Nun das Mehl, Kakao und die Gewürze dazugeben und alles gut vermischen.

Die Honigmischung dazugeben und alles sehr gut vermengen. Hier braucht man ein wenig Kraft, da die Masse wirklich sehr zäh ist, aber es ist machbar :o)

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben und mithilfe eines Löffels glatt drücken.

Im vorgeheiztem Backofen 150°C (Umluft 130°C) ca. 30 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

Die Panforte nach dem Erkalten fest in Folie verpacken und an einem kühlen Ort mindestens 2 Wochen durchziehen lassen, damit das süße Weihnachtsgebäck besonders aromatisch schmeckt und weicher wird. Die Panforte kann nach Belieben mit Puderzucker oder Schokolade überzogen werden.

Quelle: bald ist Weihnachten - Ein kulinarischer Adventskalender

 
 
******
 
In diesem Sinne möchte ich all meinen Lesern und Leserinnen eine besinnliche Adventszeit wünschen.
 
******

14 Kommentare:

zorra hat gesagt…

Bitte schieb mal ein Gläschen Vino Santo und ein grosses Stück von deinem köstlichen Panforte rüber. ;-) Forte heisst übrigens stark nicht säuerlich, aber solange es schmeckt ist das ja Nebensache. ;-)

Auch ich wünsche dir eine schöne Adventszeit.

Alice im kulinarischen Wunderland hat gesagt…

Mit nem großen Stück schauts wohl schlecht aus ;o) hab nur noch ne kleine Ecke *lach* hab den ja schon vor 3 Wochen gemacht, da er ja durchziehen musste ;o)

Hmm.. forte... dann steht das in meinen Recherchequellen falsch :o) und ich fand das schon ganz logisch, wenn man sich die Geschichte so durchliest :o)

*gläschenrüberschiebundzuproste* :o)

Sylvia hat gesagt…

Wow, die Panforte ist mit den vielen großen Nußstückchen genau nach meinem Geschmack! Schade daß ich die Zutaten heute nicht im Haus habe!

Mestolo hat gesagt…

Kann durchaus sein, dass es sich hier auch um eine frühere Bedeutung von "forte" handelt, aber ich fand auch die Erklärung "kräftiges Brot" nicht unlogisch, mit all den Zutaten.
Siena ist eine wunderschöne Stadt und ich bringe mir jedes Jahr wieder Panforte mit. Vielleicht mach ich es ja hetzt tatsächlich mal selber ;)

lunchforone hat gesagt…

Das perfekte Rezept! Der Backofen wird sowieso nachher für Brot, Apfelcrumble angeworfen, und ich kann somit die Reste von Zitronat & Orangat verwerten! Dann freuen sich die Nachbarn ;)

Gourmet-Büdchen hat gesagt…

genau das Richtige in der Weihnachtszeit, damit könnte ich einen Freund überraschen, der liebt Zitronat und Orangat:-)
Auch Dir eine schöne Adventzeit und ein geruhsames Weihnachtsfest.

Alice im kulinarischen Wunderland hat gesagt…

Danke Euch allen für die schönen Kommentare :o)

Sunsy hat gesagt…

Hmmm, das klingt aber oberlecker :) - Hab ganz lieben Dank für das Rezept :)))

Liebe Grüße zum 3. Advent - Sunsy

nesrin hat gesagt…

Sieht ganz lecker aus. Ich muss unbedingt probieren. Grüsse...

Alice im kulinarischen Wunderland hat gesagt…

Vielen lieben Dank :o) und einen wunderschönen kuschligen Abend Euch allen :o)

Paule hat gesagt…

Liebe Alice, vielen herzlichen Dank für diesen, in jeder Hinsicht, wundervollen Beitrag. Auch dir und deiner Familie eine schöne Adventszeit. LG

anie's delight hat gesagt…

Wir hatten letztens einen mit einem Gläschen Südtiroler Goldmuskateller Passito. Ein echtes Gedicht. So kann die Weihnachtszeit weitergehen.
Dein "Früchtebrot" sieht so lecker aus!

Anonym hat gesagt…

Das werde ich dieses Jahr definitiv nachbacken!

Allerdings habe ich mit dem Kochen und Backen grade erst angefangen und deswegen muss ich diese -vielleicht dumme- Frage stellen:

Wenn ich die Panforte mit Schokolade überziehen will, mache ich das gleich nach dem Backen, oder erst wenn sie 2 Wochen durchgezogen ist?

lg und danke für das tolle Rezept

Alice im kulinarischen Wunderland hat gesagt…

Hallo, das ist eine gute Frage.. aber ich würde die Schokolade erst überziehen, wenn die Panforte durchgezogen ist, weil es kann sein das die Schokolade nach 2 Wochen (oder auch länger) nicht mehr so schön ausschaut)

Viele Grüße zurück :)

Kommentar veröffentlichen