"Es gibt einen Ort wie keinen anderen auf der Welt. Es heißt, um dort zu überleben, muss man verrückt sein, wie ein Hutmacher. Glücklicherweise bin ich das..."

Sonntag, 26. Februar 2012

Die neuen Gewänder der Donauwelle

Ich glaube wenn von Donauwellen die Rede ist, bekommt so ziemlich jeder leuchtende Augen. Dieser Kuchen ist bei jung und alt gleichermaßen beliebt. Kein Wunder... denn die Kombi aus Schokolade, Kirschen und saftigem Rührteig ist aber auch lecker!

Als ich vor über 11 Jahren nach Bayern zog, kannte ich den Begriff Donauwelle aber nicht wirklich, denn sowas gab's im Vogtland nicht. Bei uns gibt es einen ähnlichen Kuchen, den man aber Schneewittchenkuchen nennt (den muss ich bei Gelegenheit auch mal wieder machen...) - aber das mit den verschiedenen Namen kennen wir ja bereits ;-) - im hohen Norden gibt es z.B. eine ähnliche Variante, nämlich die Finkenwerder Elbwelle. Hier werden keine Kirschen sondern Äpfel verarbeitet.

Aber nun zum heutigen Tag zurück, immer wieder Sonntags muss ja was Süßes her. Beim Stöbern in der bunten Blogwelt blieb ich bei Ohhh... Mhhh... hängen und starrte schon fast ein kleines bisschen irre auf die Donauwellen-Cupcakes. Die will ich haben!

Das dort angegebene Rezept ist für ca. 18 Cupcakes vorgesehen... hmm viel zu viel für mich und 18 Formen hab ich auch nicht...... Ursprünglich wollte ich die Zutaten ja erst halbieren, aber wenn man 5 Eier halbieren soll, kommt da bei mir sicherlich wieder nur Murks raus ... das kenne ich ja noch von meinem letzten Brotbackversuch *g*

Ok, also rühr ich halt den kompletten Teig an. Und beim Rühren kam mir dann auch schon ne kleine Erleuchtung. Machste einfach 6 Cupcakes und der Rest kommt in ne Kastenform. Und wie das geklappt hat!

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Heraus kam ein toller saftiger Kastenkuchen im
Donauwellen Style! Gefällt mir :-) - Euch auch?


Und die phantastischen Donauwellen-Cupcakes dürfen natürlich auch nicht fehlen:


Kommen wir jetzt also zu meinem 2-Stufenrezept *g*


Zubereitung:

Zuerst wird die weiche Butter, Zucker, Vanillearoma, Salz und Eier mit dem Handmixer schaumig gerührt. Anschließend das Mehl und das Backpulver vermischen und nach und nach dazugeben. Alles gut vermengen bis ein schöner elastischer Teig entstanden ist.

Nun eine 6er Muffinform mit Papierförmchen auslegen und eine Kastenform ausbuttern und 2/3 des Teiges einfüllen. Bei der Muffinform darauf achten, dass diese ungefähr halb gefüllt werden. Der Rest wandert in die Kasten form ;-)

Jetzt wird der Kakao und die Milch zu dem letzten Drittel Teig gegeben und alles gut verrührt. Je ein Klecks dunkler Teig auf die Muffinförmchen geben und den Rest wieder in die Kastenform geben.

Die Sauerkirschen sollten inzwischen gut abgetropft sein - davon werden 3 Stück in auf die Muffins gedrückt und der Rest.. ja Ihr wisst ja wie es weitergeht ;-)

Den Backofen auf 180°C (Umluft 160°) vorheizen und beide Formen hineingeben. Nach 17 Minuten sind die Muffins fertig. Die Kastenform bleibt noch ca. 20 Minuten länger im Ofen. Stäbchenprobe machen, dann wisst Ihr, ob der Kuchen gut ist.

Alles gut auskühlen lassen.

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Kommen wir nun zu Schritt 2... Buttercreme... hab ich persönlich noch nie gemacht, weil ich so Sahnecremes & Co eigentlich nicht mag, aber da hier ja schön viel Vanillepudding drin ist, geht das grad nochmal so durch. Ich war mit meiner Buttercreme nicht so richtig zufrieden, aber das war mal wieder meine eigene Schuld, weil ich einfach nicht warten kann... Bitte achtet darauf, dass die Butter und der Vanillepudding die gleichen Temperaturen haben, sonst wird alles grieselig... schmecken tut's trotzdem, und man sieht es bei diesen 2 Varianten nicht wirklich, weil Schokolade drüber ist... aber ist halt nicht perfekt!


Zubereitung:

Den Vanillepudding nach Packungsanleitung kochen und abkühlen lassen! Statt 2 EL Zucker werden hier jedoch hier 100g verwendet.

Die weiche Butter mit dem Mixer cremig rühren und dann den Vanillepudding löffelweise dazugeben und langsam verrühren.

Mit einem Spritzbeutel werden die Cupcakes nun schön dekoriert. Also ich kann das ja nicht und mit Spritzbeuteln komm ich auch nicht klar! - Man muss ja auch nicht alles können ;-) 

Mit der restlichen Buttercreme wird der Kastenkuchen bestrichen.

Alles ca. 1 Stunde kaltstellen und dann nach Belieben mit Schokolade überziehen.

Mir gefallen die neuen Donauwellen-Gewänder ausgesprochen gut und man kann ja auch so ein Traditionsrezept mal bisserl aufpimpen!

Und so ein Kastenkuchen ist natürlich auch viel praktischer... wie hätte ich denn morgen sonst die Cupcakes ins Büro balancieren sollen? Nun ist alles alles kein Problem und  meine Kollegen dürfen sich freuen :-)

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Und weil's wieder so gut passt, ist das mein Beitrag zum heutigen Sonntagssüß - gesammelt wird heute bei Fräulein Text.



6 Kommentare:

snail-mail-shop hat gesagt…

oh ist das Lecker! Danke für dieses Rezept. Am Dienstag habe ich frei und da werde ich sie mal probieren.
LG von Gabi

Cooketteria hat gesagt…

Und ich habe gestern noch daran gedacht, mal wieder eine Donauwelle zu backen. Mangels Schattenmorellen wurden es dann Rusks. Aber wenn ich deinen Kuchen so sehe, muss ich wohl morgen dringendst einkaufen gehen... :-)

Liebe Grüsse und einen guten Start in die neue Woche

Manuela hat gesagt…

Oh Alice, Dein Cupcake schaut ja excellent aus. Fast, als ob Du's glernt hast. :)

Liebes Grüßle schickt die Manu

Alice hat gesagt…

@Gabi: Bitte gern geschehen :) ich wünsch Dir morgen gutes Gelingen.

@Cooketteria: Vielen lieben Dank :) Ich wünsch Dir auch einen guten Wochenstart und viel Spaß beim Einkaufen *zwinker*

@Manu: Lach danke Frau Nachbarin - also dafür das es meine ersten waren bin ich ganz zufrieden :) aber diesen Hickhack mach ich bestimmt ned wöchtentlich :-) zuviel Aufwand und zuviel Wartezeiten, das is doch nix für mich quirliges Ding :)

Verboten gut ! hat gesagt…

Machst Du eine Welle ;)
Die sind jaaaaaaaaaaaa Klasse ... mit einem Haps sind die im Mund verschwunden .

Lg Kerstin

Sarah-Maria hat gesagt…

Wow, das Küchlein sieht toll aus! Toll, wie die Schokolade da herunterfließt.... :)

Liebe Grüße,
Sarah Maria

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